Bestand
Ansicht Bruderholzspital; ca. 1973; Bild: ProLitteris
Vision
Die Wohnstadt im Grünen
  • Der Verein Lebensraum Bruderholz

    Entstanden aus Eigeninitiative von Salathé Architekten Basel setzt sich der Verein Lebensraum Bruderholz für den Erhalt und die zukunftsorientierte Umnutzung des ehemaligen Bruderholz-Spitals ein. Mit dem Verein Lebensraum Bruderholz soll in einem ersten Schritt eine offene, unabhängige Struktur geschaffen werden, um die Zukunft des Areals breit zu diskutieren und weitere Perspektiven, Ideen und Initiativen zusammenzubringen.

    Unser Ziel ist es, den Diskurs über nachhaltiges Weiterbauen zu fördern und das Areal als beispielhaftes Quartier für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten weiterzudenken. Aus der Erfahrung mit komplexen Umbauprojekten¹ wissen wir, welches Potenzial im Bestand steckt – ökologisch, sozial und kulturell.

    ¹ Salathé Architekten Basel verfügen mit dem Umbau der Rennbahnklinik in Muttenz zum Studierendenwohnen (2006 als sabarchitekten) und der Umnutzung des Pflegeheims Dominikushaus zum Wohnen (2021–2025) in Riehen über ausgesuchte Erfahrungen bei Umnutzungen von Gesundheitsbauten.

    Möchten Sie sich aktiv an der Diskussion beteiligen und/oder dem Verein beitreten? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

  • Q & A

    Warum Umbau statt Abriss?
    Weil der Bausektor einer der grössten Verursacher von Emissionen und Abfällen ist. Rund ein Drittel aller Treibhausgase und 84 % der Abfälle stammen aus dem Bauwesen – fast ein Fünftel allein durch Rückbau. Umbauten benötigen deutlich weniger Energie und Material und vermeiden so CO₂-Emissionen. In Zeiten überschrittener planetarer Grenzen ist der Erhalt bestehender Gebäude der nachhaltigste Weg.

    Müssten die Bauten nicht sowieso abgerissen werden, weil sie zum Teil schadstoffbelastet sind?
    Nein, zudem muss man auch bei einem Abbruch die Schadstoffe fachgerecht entsorgen. Durch eine Umnutzung entstehen keine zusätzlichen Aufwände.

    Was spricht für Wohnen und Arbeiten im Bruderholz-Spital?
    Das Areal bietet viel Raum und eine hervorragende Lage: nah am Bahnhof SBB, gut erschlossen, im Grünen. Der Umbau schafft bezahlbaren Wohn- und Arbeitsraum, da er günstiger ist als ein Neubau. Soziale Netze können bestehen bleiben, Arbeitsplätze entstehen vor Ort und die öffentliche Hand kann die Nutzung gezielt steuern – ein Gewinn für Stadt und Region.

    Ist auch eine Teilumnutzung als Gesundheitszentrum möglich?
    Selbstverständlich bietet das Areal unterschiedlichste Chancen, ausgesuchte Nutzungen einzulagern. Dazu gehört zum Beispiel auch die Umnutzung einzelner Bereiche in ein Gesundheitszentrum.

    Wie stark trägt der Umbau zum Klimaschutz bei?
    Sehr stark: Im Vergleich zu einem Neubau spart die Umnutzung rund 21 Millionen kg CO₂eq – das entspricht etwa 10 500 Transatlantikflügen. Der jährliche CO₂-Fussabdruck pro Person liegt bei diesem Umbau dreimal tiefer als beim Neubau. Aktuell lassen sich fast nur mit Umbauten die ambitionierten Grenzwerte gemäss dem SIA Klimapfad erreichen.

    Warum ist der Erhalt auch kulturell wichtig?
    Das Bruderholzspital ist Teil der kollektiven Erinnerung und Identität der Region. Sein Weiterbestand verbindet Geschichte mit Zukunft und steht für eine Baukultur, die ressourcenschonend, kreislauffähig und innovativ denkt. Der Umbau bewahrt nicht nur Material, sondern auch Bedeutung.

    Wieviel kostet das?
    Es handelt sich hier um eine Studie, die Möglichkeiten und Chancen einer Nutzung als Wohnraum aufzeigt. Für eine differenzierte Betrachtung braucht es konkrete Untersuchungen. Dafür ist es in Anbetracht der politischen Standortdiskussion zu früh.

  • Haben Sie Fragen, Ideen oder Anregungen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

  • Kontakt

    Verein Lebensraum Bruderholz
    Blauenstrasse 19
    4054 Basel

    +41 61 305 95 35
    mail@lebensraum-bruderholz.ch

    Weitere Informationen finden Sie in unserem Dossier.