Bestand
Ansicht Bruderholzspital; ca. 1973; Bild: ProLitteris
Vision
Die Wohnstadt im Grünen
  • Übersicht der Teilbereiche

    Rot: Wohnbereiche; Grün: Gewerbe; Schraffur: gemeinschaftliche Bereiche
    Rot: Wohnbereiche; Grün: Gewerbe; Schraffur: gemeinschaftliche Bereiche

    Das Areal gliedert sich in unterschiedliche Zonen mit je eigenen Qualitäten. Bestehende Strukturen bleiben weitgehend erhalten, gezielte Rückbauten machen das grosse Sockelgeschoss besser nutzbar. Zusätzlich sind punktuelle Aufstockungen vorgesehen, um das Angebot zu erweitern.

  • Umgebung und Erschliessung

    Die bestehende Parkanlage und der angrenzende Wald bieten ideale Bedingungen für Naherholung. Der wertvolle Altbaumbestand bleibt erhalten. Die Rasenflächen werden naturnah umgestaltet – zu einem biodiversen Stadtgarten.

    Anbindung
    Anbindung

    Dank der eigenen Bushaltestelle und guter Fuss- und Veloerschliessung können viele Bewohner*innen auf ein eigenes Auto verzichten. Bei Bedarf stehen Mietfahrzeuge zur Verfügung. Für Gewerbenutzungen sind im bestehenden Parkhaus sowie in den Untergeschossen genügend Parkplätze vorhanden.

  • Eingangshof und Dachterrassen

    Der bestehende Vorplatz wird durch öffentliche Nutzungen im Sockelgeschoss – etwa Café, Markt, Coiffeur, Arztpraxis, Bibliothek/Ludothek, Co-Workingbereiche oder Repair-Werkstatt – aktiviert. Auch eine Teilumnutzung als Gesundheitszentrum ist denkbar.

    Eine neue Passage führt direkt ins Zentrum der Anlage und dient als Haupteingang. Über Aussentreppen und Liftanlagen ist die öffentlich zugängliche Dachterrasse erschlossen, die alle Gebäude miteinander verbindet. Die ehemalige Kapelle wird als Gemeinschaftsraum reaktiviert und trägt zur Belebung der Dachflächen bei.

  • Sockelgeschoss wird zur lebendigen Stadt

    Die tiefen Flachbauten erhalten durch neue Passagen Tageslicht und Struktur. So entstehen flexible Gewerbeflächen, die das Zusammengehen von Wohnen und Arbeiten ermöglichen.

    Die Untergeschosse bieten Platz für Velo- und Autoparkplätze (Carsharing), Technikräume, Lagerflächen für das Gewerbe sowie Kellerabteile für die neuen Wohnungen.

  • Wohnen in Bettenhausen

    Wohnen im ehemaligen Spital: Blick in eine Wohnung im ehemaligen Bettenhaus
    Wohnen im ehemaligen Spital: Blick in eine Wohnung im ehemaligen Bettenhaus

    Im Bestand und durch Aufstockungen entstehen bis zu 420 Wohnungen für über 1'000 Menschen. Ein breiter Wohnungsmix von 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen ermöglicht Vielfalt für alle Lebensphasen und Budgets.

    Bei durchschnittlich einer Person pro Zimmer entsteht Wohnraum für ca. 1’285 Menschen. Die gesamte Wohnfläche beträgt 32’200 m², was einem effizienten Flächenverbrauch von 25 m² pro Person entspricht.

    Axonometrie Organisationsprinzip Bettenhochhaus (hell: Gemeinschaftsflächen; dunkel: Wohnungen)
    Axonometrie Organisationsprinzip Bettenhochhaus (hell: Gemeinschaftsflächen; dunkel: Wohnungen)

    Das Bettenhochhaus bietet gute Voraussetzungen für hochwertiges Wohnen. Seine Struktur besteht aus einem tragenden Kern mit versetzten Fassaden – die Seitentrakte sind durch Betonschotten statisch stabil.

    Die Gebäude werden bis auf den Rohbau zurückgebaut, alle nichttragenden Wände entfernt. Im Kern bleiben die Treppenhäuser und je zwei Aufzüge erhalten. Zwei belichtete Wohnflure erschliessen die Wohnungen, die sich um einen zentralen, mehrgeschossigen Hof gruppieren.

    Seitlich befinden sich Gemeinschaftsräume und Waschküchen. Pro Seite bildet eine Kopfwohnung den Abschluss. Die neuen Bäder sind so angeordnet, dass verschiedene Wohnungstypen realisiert werden können – von kompakten 1- bis 3-Zimmerwohnungen bis hin zu grosszügigen 4- bis 5-Zimmer-Maisonettewohnungen.

  • Energie lokal produziert

    Fassaden und Dächer bieten rund 8’800 m² PV-Fläche, mit einer installierten Leistung von 2’600 kWp – dies ergibt jährlich ca. 1’500’000 kWh Strom.

    Zusätzlich erzeugen Kleinwindturbinen etwa 40’000 kWh. Zusammen deckt dies ca. 100% des Wohnenergiebedarfs (1’540’000 kWh).

    Das Solarpotenzial lässt sich weiter ausbauen – eine vollständige Energieversorgung ist realistisch erreichbar.